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Situationsanalyse und Strategien für den Landkreis Greiz - Themenkomplex: Wirtschaft

Situationsanalyse - Wirtschaft

Die wirtschaftliche Entwicklung des Landkreises Greiz zeichnet sich durch traditionelle und innovative Schwerpunkte in den Bereichen Biomedizin, chemische Industrie, Ernährungs­gewerbe, Gummi- und Kunststoffwaren, Klimatechnik, Maschinen- und Spezialmaschinenbau, Möbel­herstellung, optische Industrie, etc. aus. Beispielhaft sei hier die Entwicklung der Chemieindustrie in Greiz/ Dölau und Bad Köstritz genannt.

Die Wirtschaftsstruktur des Landkreises ist insgesamt durch mittelständische und kleine Unternehmen mit einem hohen Innovationspotential geprägt.

Durch seine günstige Lage in Mitteldeutschland (kurze Erreichbarkeit größerer Ballungsräumen wie Leipzig-Halle, Südwestsachsen und dem High-Tech/Bioregio-Standort Jena) und die Nähe zu Märkten in Osteuropa können die vielfältigen wirtschaftlichen Potentiale des Landkreises Greiz weiter ausgebaut werden. Dazu trägt auch die gute Erreichbarkeit der Region über wichtige Straßen- und Schienenverbindungen bei (BAB 4/ BAB 9/ BAB 72, Bundesstraßen B 2, B 7, B 92, B 94 und B 175 Mitte-Deutschland-Schienenverbindung, Bahntrasse Berlin-Gera-Hof). Der Luftverkehr ist über die Verkehrslandeplätze in Gera und Greiz sowie Flughäfen der Umgebung gewährleistet.

Der Landkreis verfügt mit dem Textilforschungszentrum Thüringer-Vogtland (TITV) über eine wirtschaftsnahe Forschungseinrichtung.

Für den Landkreis Greiz lässt sich ein positiver Gesamtentwicklungstrend konstatieren, der sich beispielsweise in der Arbeitslosenquote widerspiegelt (November 2004: 17,1 %, November 2007: 12,1 %).

 

Strategien - Wirtschaft

  1. Vergleichsweise kleine Betriebsgrößen innerhalb des Landkreises Greiz bieten günstige Bedingungen zur flexiblen Anpassung an sich ändernde Marktbedingungen und zum ökologischen Anbau.
  2. Die Umsetzung der klimapolitischen Zielstellungen der Bundesregierung müssen aufgegriffen und als Chance begriffen werden:

    Förderung des Wirtschaftswachstums bei gleichzeitiger Senkung des Energieverbrauchs und Schonung der Umwelt

    Nachhaltiges Wirtschaften muss zunehmend als strategisches Unternehmensziel verstanden werden, mit dem sich auch Kostensenkung, Imagegewinn und Absatzsteigerung verbinden lassen.

    Ausbau der Schlüsselbranche regenerative Energien

  3. Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit durch regionale Konzentration und Vernetzung innerhalb eines Kompetenzfeldes (Branche)
  4. Verstärkte Kooperation von Landwirtschaft und Wirtschaft zur Nutzung möglicher Synergieeffekte und Stärkung der Wirtschaftskraft
  5. Unterstützung wirtschaftsnaher und praxisorientierter Energie- und Umweltprojekte in Kooperation von Bildungsträgern und Wirtschaftsunternehmen
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