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Politischer Handlungsbedarf

Aus der Situationsanalyse und den daraus getroffenen Schlussfolgerungen ergibt sich in den einzelnen Handlungsfeldern folgende Punkte, die die CDU im Landkreis Greiz umsetzen will.

 

Handlungsfeld: Wirtschaft und Landwirtschaft

Wir unterstützen

  1. die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Landwirtschaft bei der Nutzung erneuerbarer Energien, z.B. lokale Wärme- und Versorgungsanlagen,
  2. die Stabilisierung und Weiterentwicklung der Chemieindustrie im Landkreis Greiz, als dem größten Chemiestandort Thüringens (Unternehmen konstruktiv begleiten),
  3. Aktivitäten zur mineralischen Rohstoffgewinnung (Steinbrüche, Sandgruben) und in besonderem Maße der Rohstoffveredlung (Dolomitwerk), mit der Zielstellung einer Erhöhung der Wertschöpfung und der Schaffung von Arbeitsplätzen, unter der Maßgabe einer nachfolgenden Rekultivierung.
  4. die Nachnutzung der sanierten, freigegebenen Wismutflächen, vor allem im Hinblick auf eine mögliche wirtschaftliche/landwirtschaftlichen Nutzung.

 

Handlungsfeld: Flächennutzung/ intelligentes, nachhaltiges Flächenmanagement

Wir unterstützen

  1. die Weiterführung und Entwicklung des Brachflächenkatasters für den Landkreis.
  2. den sorgsamen Umgang mit landwirtschaftlicher Nutzfläche zur Minimierung des Flächeninanspruchnahme und zum Schutz wertvoller Böden.
  3. die vorrangige Nutzung von Brachflächen für Ansiedlungen.
  4. die mittel- und langfristige Aufbereitung von Brachflächen zur landwirtschaftliche Nutzung.
  5. die Anerkennung wiedernutzbar gemachter Brachflächen (z.B. alte "LPG-Flächen”) als Ausgleichsmaßnahme.

 

Handlungsfeld: Kommunalstruktur

Wir unterstützen

  1. die Vorbildfunktion öffentlicher Einrichtungungen (Behörden etc.), Gemein­schafts­einrichtungen (Schule, Feuerwehr etc.) und Kirchen zur Erhöhung der Energieeffizienz im Gebäudebereich.
  2. die Bürger des Landkreises, vor allem unter Einsatz der zur Verfügung stehenden Förderprogramme, auch im privaten Bereich energiesparenden Maßnahmen (z.B. Solaranlagen, Wärmepumpen) zu realisieren.
  3. den Aufbau integrierter Energieversorgungskonzepte in einzelnen Gemeinden für die Bevölkerung und Unternehmen.
  4. die Betriebe und Handwerker vor Ort, insbesondere bei der Vergabe öffentlicher Aufträge, z.B. durch die Gestaltung des Ausschreibungsverzeichnisses, entsprechend den Anforderungen der örtlichen Wirtschaft.

     

Handlungsfeld: Umweltbildung

Wir unterstützen

  1. die Verzahnung von wirtschaftlichen und gesetzgeberischen Interessen und Belangen (Kammern, Behörden etc.), zur Umsetzung der klimapolitischen Zielstellungen sowie
  2. die Einbindung der Themen Umwelt- und Klimaschutz in die Lehrpläne der Bildungseinrichtungen (Schulen, Volkshochschule) im Landkreis Greiz, zur Sensibilisierung der Bevölkerung.

 

Handlungsfeld: Forschung

Wir unterstützen

  1. die Initiierung und Umsetzung innovativer Ideen und Technologien im Umwelt- und Wirtschaftsbereich, z.B. gezielte Förderung von Energie- und Umweltprojekte kleiner Unternehmen.
  2. die Schaffung von Rahmenbedingungen für die industrienahe Forschung.

 

Handlungsfeld: Tourismus

Wir unterstützen

  1. die beispielhafte Entwicklung des Raumes um die Talsperre Zeulenroda als „Meer des Oberlandes“ zu einem Tourismusschwerpunkt, im Einklang mit den Belangen des Umweltschutzes und unter Beachtung der Wasserrahmenrichtlinie.
    Unsere Zielstellung besteht in der:

    sanften touristischen Entwicklung, u.a. „Wasser erleben“ (Wassersport), Sportevents (z.B. Triathlon)

    Aktivierung weiterer touristischer Leistungsanbieter

    Übertragbarkeit auf anderen Regionen bzw. Talsperren

  2. die Nutzung und Weiterentwicklung der positiven Impulse der Bundesgartenschau 2007 in Gera und Ronneburg.

 

Handlungsfeld: Familie und Kinder

Wir unterstützen

  1. den Erlass von Gebührensatzungen, die die besondere Situation von Familien mit Kindern beachten.
  2. die Entwicklung von Betreuungs- und Freizeitangeboten in den vier Sozialräumen unter Einbeziehung der regionalen Ressourcen.
  3. eine enge Zusammenarbeit von Geburtshelfern, Eltern, Erziehern, Kinderärzten und Jugendamt, um so Fehlentwicklungen im Kinder- und Jugendalter zu vermeiden.
  4. Moderne, wohnortnahe, bedarfsorientierte und kostengünstige Betreuungsangebote für Kinder bis sechs Jahren.
  5. Aktivitäten, die jedem Kind nicht nur einen Kita-Platz garantieren, sondern - wenn von den Eltern gewünscht - auch den Besuch der Kinderkrippe bzw. die Inanspruchnahme einer Tagesmutter ermöglichen.
  6. die weitere Erstattung von Kita-Gebühren durch den Landkreis, wenn Eltern diese nicht bezahlen können.
  7. Projekt zur Wiedereingliederung von Müttern ins Berufsleben als Maßnahme zur Familienförderung.
  8.  

 

Handlungsfeld: Senioren und Jugend

Wir unterstützen

  1. Initiativen wie z. B. Ehrenamtsmessen, Infobörsen, Modelle „Ältere helfen Jüngeren - Jüngere helfen Älteren“.
  2. die Gründung und Arbeit von Seniorenbeiräten, zukünftig auch auf Kreisebene.
  3. Begegnungsstätten für Senioren, als Ort einer generationsübergreifenden Sozialarbeit.
  4. generationsübergreifende Wohnformen (bspw. Mehrgenerationenwohnhäuser).
  5. die bedarfsgerechte Bereitstellung bezahlbarer, altersgerechter Wohnangebote mit medizinischen Betreuungs- und Pflegemöglichkeiten in allen Kreisteilen.
  6. die Bereitstellung von  altersgerechten Kultur-, Sport- und Bildungsangeboten.
  7. die Sicherung der Mobilität älterer Bürgerinnen und Bürger durch den öffentlichen Personennahverkehr.
  8. die Einbeziehung von Jugendlichen in kommunale Entscheidungsprozesse.
  9. Projekte, bei denen sich Jugendliche für unser Gemeinwesen engagieren.
  10. ein flächendeckendes Netz von Angeboten für Kinder und Jugendliche, das die Möglichkeit bietet, sich mit Gleichaltrigen zu treffen und die Freizeit sinnvoll zu gestalten.
  11. dass dort, wo die öffentliche Hand Gebühren und Eintrittspreise bestimmt, Sozialtarife zugunsten von Schülern, Studenten und Inhabern eines Sozialpasses zur Anwendung kommen.
  12. den Erhalt und Ausbau Angebotes an Hilfen und Einrichtungen für benachteiligte Jugendliche.
  13. ein verstärktes Vorgehen und Präventionsmaßnahmen gegen den Drogenkonsum.

 

Handlungsfeld: Gesundheit, Fürsorge, Brand- und Katastrophenschutz

Wir unterstützen

  1. Anreizsysteme zur Niederlassung und Übernahme bestehender Praxen.
  2. das Modell „Gemeindeschwester Agnes“ als Ergänzung zu medizinischen Einrichtungen auf dem Land.
  3. die Vorhaltung eines ausgewogenen Angebotes an stationärer und häuslicher Pflege.
  4. die präventiven und nachsorgenden Angebote der Wohlfahrtsverbände und Selbsthilfegruppen im Landkreis Greiz, z. B. Kontakt- und Informationsstelle der Selbsthilfegruppen (KISS) oder Schuldnerberatung.
  5. die Schaffung barrierefreier Zugänge zu öffentlichen und kulturellen Einrichtungen sowie
  6. die Zusammenarbeit der Medien, Institutionen und Behörden im Sinne einer noch erfolgreicheren Integration von „Menschen mit Handicap“.
  7. Werkstätten, Wohnheime, Beratungsstellen und mobile Dienste für „Menschen mit Handicap“.
  8. Gemeinden des Landkreises in der Schaffung von Freizeitangeboten und bei der Beratung von „Menschen mit Handicap“.
  9. eine moderne Ausstattung der Feuerwehren mit Geräten und Ausrüstung.

 

Handlungsfeld: Bildung und Schule

Wir unterstützen

  1. „kurze Wege für kurze Beine“.
  2. die weitere Modernisierung landkreiseigener Schulen zur Sicherung optimaler Bedingungen für das Lernen und Lehren.
  3. eine nachhaltige Schulsozialarbeit an den Schulen unseres Landkreises.
  4. Bemühungen um ein modernes und flächendeckendes Berufsschulnetz mit allen für die regionale Entwicklung des Landkreises wichtigen Berufsfeldern sowie
  5. die Angebote der Berufsschulen im Hinblick auf eine Verzahnung von „Abitur und Berufsausbildung“.
  6. eine verstärkte Praxisorientierung der Regelschulen und Förderzentren zur Erleichterung des Einstieges in das Berufsleben.
  7. den Ausbau des berufsvorbereitenden Unterrichtes in den Klassenstufen 7 bis 10 und enge Kooperationen der Schulen mit möglichen Ausbildungsbetrieben und berufsbildenden Schulen sowie
  8. Partnerschaften zwischen Schulen, Universitäten, Fachhochschulen, Berufsakademien und Forschungsinstituten in Mitteldeutschland.
  9. wirtschaftsnahe Forschungseinrichtungen wie das Greizer Textilforschungsinstitut Thüringen-Vogtland e.V. oder das Hermsdorfer Institut für Technische Keramik HITK e.V. und setzen uns für ähnlich innovative Ansiedlungen in unserem Landkreis ein.
  10. sozial ausgewogene Tarife und Entgelte für die Nutzung kreiseigener Bildungseinrichtungen (z. B. Volkshochschule, Musikschule), besonders für Kinder- und Jugendliche.
  11. einen attraktiven Standort für die Kreismusikschule.

 

Handlungsfeld: Kultur und Sport

Wir unterstützen

  1. den Ausbau und die Aufwertung der vorhandenen kulturellen Potenziale, insbesondere für die touristische Entwicklung unserer Heimat.
  2. den Neubau der „Stadthalle“ in der Kreisstadt Greiz als ein Zentrum mit kultureller Ausstrahlung für den gesamten Landkreis.
  3. private kulturelle Initiativen und Aktivitäten (Theater, Ausstellungen, Chöre).
  4. das Engagement in den Heimat- und Kulturvereinen.
  5. die konsequente Fortführung der Sportförderung der Vereine entsprechend der Sportförderrichtlinie des Landkreises auf hohem finanziellem Niveau, insbesondere in der Kinder- und Jugendarbeit  und bei den Leistungszentren.
  6. Modellprojekte des Sports in der Kinder- und Jugendarbeit sowie Gesundheits- und Gewaltprävention.
  7. Projekte zur Integration von Kindern und Jugendlichen aus finanziell benachteiligen Elternhäusern und ausländischen Familien in die Sportvereine.
  8. die Fortschreibung des Sport- und Spielstätten-Rahmenleitplanes des Landkreises und dessen Umsetzung, um den Bedürfnissen und Ansprüchen aller Generationen Menschen gerecht zu werden.
  9. die regelmäßige und unentgeltliche Nutzung der Sport- und Spielstätten durch die Vereine entsprechen dem Sportfördergesetz des Freistaates Thüringen.

 

Handlungsfeld: Ehrenamt

Wir unterstützen

  1. die Organisation von Ehrenamtsbörsen und Freiwilligenagenturen.
  2. die Entbürokratisierung der Vereinsarbeit im Sinne von mehr Zeit für das eigentliche Aufgabenfeld des Vereins.
  3. die Anerkennung von ehrenamtlicher Arbeit und des Freiwilligenjahrs in den Berufsbiografien.
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