Sie sind hier: Startseite Aktuelles Bürgermeister von Langenwetzendorf im Interview

Bürgermeister von Langenwetzendorf im Interview

Das Jahr 2012 wird für die Gemeinden und Städte sicher ein spannendes. Es stehen unter anderem Bürgermeisterwahlen an und die Gebietsreform soll umgesetzt werden. In OTZ-Gesprächen mit haupt- und ehrenamtlichen Bürgermeistern sprechen wir über Ziele, Wünsche und Vorstellungen für das neue Jahr.

Heute antwortet Kai Dittmann (CDU), Bürgermeister von Langenwetzendorf.

Herr Dittmann, was nehmen Sie sich beruflich für das Jahr 2012 vor?
Es ist wichtig, unsere hervorragende Infrastruktur weiter zu stärken, um der Abwanderung entgegenzuwirken. Viele Abwanderer sind bereits wieder in ihre Heimat zurückgegangen, denn hier finden sie alles, was zu einem funktionierenden Miteinander notwendig ist, wie Arbeitsplätze, Vereine, Schulen, ärztliche Versorgung und ein überdurchschnittliches ehrenamtliches Engagement. Dies so zu erhalten, ist nur möglich, wenn auch die Einnahmen dableiben, wo sie entstehen und nicht zum Stopfen von Haushaltslöchern in anderen Kommunen verwendet werden, um selbstdarstellende Projekte zu finanzieren. Deshalb wird es 2012 vor allem die Aufgabe sein, diese Situation zu sichern.

Was nehmen Sie sich nicht vor, weil es 2012 noch nicht realisierbar ist?
Für 2012 wird noch nicht realisierbar sein, wichtige Vorhaben in den Gemeinden zu tätigen, die uns das Vertrauen gegeben haben, sich uns anzuschließen. In den Gemeinden Hain, Lunzig, Neugernsdorf und Wildetaube kann dies erst ab 2013 erfolgen. Beispiele hierfür sind der DSL-Ausbau in Wildetaube, Straßenerneuerungen in Kauern und Altgernsdorf sowie Neugernsdorf oder auch die Gestaltung des Pumpenplatzes in Hain.

Was wünschen Sie einer bestimmten Person?
Ich wünsche unserem Kultusminister, endlich wieder zu einer sinnvollen Schulpolitik zurückzukehren und zu überlegen, ob "heimische Bildungsexperten" nicht die besseren Staatssekretäre wären, um uns wieder an die Spitze des Bildungsniveaus zu bringen, an der wir lange standen.

Sehen Sie Probleme beim Thema Gebietsreform?
Nicht alle Veränderungen sind sinnvoll. Negative Beispiele können wir in Sachsen-Anhalt und Sachsen sehen. Enorme Kosten der Kreisgebietsreform in Sachsen oder sterbende Dörfer durch Entfremdung in Sachsen-Anhalt durch riesige Flächengemeinden. Neue Strukturen sollten daher genau geprüft werden und diejenigen, die zu keiner positiven Entwicklung ihrer Kommunen beigetragen haben, sollten auch keine Vorteile oder Zugeständnisse bekommen.

 

Langenwetzendorf, 03.01.2012
Ostthüringer Zeitung
Lokalausgabe Zeulenroda-Triebes

CDU Deutschlands CDU-Mitgliedernetz Online spenden Deutscher Bundestag
Angela Merkel CDU.TV Newsletter CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
Hermann Gröhe Angela Merkel bei Facebook Hermann Gröhe bei Facebook
© CDU Kreisverband Greiz