Sie sind hier: Startseite Aktuelles Langenwetzendorf will keine Experimente bei Gebietsreform

Langenwetzendorf will keine Experimente bei Gebietsreform

Langenwetzendorfs Bürgermeister Kai Dittmann plädiert im Zusammenhang mit der Gebietsreform für klare Linie in der Weichenstellung für die Zukunft. Seine Gemeinde soll ländlichen Charakter stärken, steht für Mittelzentrum Greiz nicht zur Verfügung.

Für eine klare Linie in der Gebietsreform plädiert Langenwetzendorfs Bürgermeister Kai Dittmann.
Eingliederungsverträge mit Hain, Lunzig, Neugernsdorf und Wildetaube hat er bereits unterzeichnet. Eine Verlobung mit dem Orts-Quartett aus dem Leubatal, die die Bevölkerung Langenwetzendorfs um 1000 Einwohner auf insgesamt rund 4500 Einwohner wachsen lässt.

Aber auch mit Hohndorf und Schönbach hat es am 10. November eine Verlobung, konkreter gesagt einen Eingliederungsvertrag, gegeben. So dass unterm Strich nunmehr 5300 Leute in der Einheitsgemeinde Langenwetzendorf zu Hause wären. Das bedeutet mehr Einnahmen für die wirtschaftlich gesunde Gemeinde, die schon jetzt gut 1200 Arbeitsplätze aufzuweisen hat.
Und die "Neuen" im Gefüge müssten sich wegen der Investitionen, die in solch kleinen Orten in der Regel überschaubar seien, keine großen Sorgen machen. Zudem gibt es im Gewerbegebiet Daßlitz noch Potenzial: Gut 65 000 Quadratmeter Gewerbefläche stehen für weitere Ansiedlungen zur Verfügung.

Doch der Plan hat einen Haken: Zumindest Hohndorf und Schönbach sind derzeit doppelt versprochen. Denn auch mit Greiz gibt es einen vorsorglichen Eingliederungsvertrag für den Fall, dass das Land Cossengrün nicht allein zur Kreisstadt gehen lässt und einer so genannten "Insellösung" nicht zustimmt. In der Dezember-Stadtratssitzung ist diese Variante vorgestellt worden.
Was nun?

Der Langenwetzendorfer Frontmann ist für sensible aber klare Lösungen: Will der Landtag mit seiner Gesetzgebung zur Gebietsreform das Mittelzentrum Greiz stärken, wäre es sinnvoll und folgerichtig, das Vogtländische Oberland komplett der Kreisstadt zuzuordnen. Wenn allerdings der Bürgerwille Vorfahrt haben soll, dann müssten zumindest Schönbach und Hohndorf nach aktuellem Abstimmungsergebnis in die Langenwetzendorfer Familie aufgenommen werden, argumentiert Kai Dittmann (CDU). Er verweist auf schlanke Verwaltungsstruktur, effektive Arbeit und einen ausgeglichenen Haushalt für 2012 und will auf keinen Fall zulassen, dass seine Gemeinde, für die er Verantwortung trägt, ihren ländlichen Status verliert. Eine Fusion mit der Kreisstadt Greiz käme nicht infrage, blickt Dittmann in die Zukunft. "Haushaltslöcher in Greiz sollen nicht auf unsere Kosten gestopft werden. Langenwetzendorf steht zur Stärkung des Mittelzentrums nicht zur Verfügung. Ich möchte das, was hier entstanden ist, nicht durch Experimente kaputt machen."

Natürlich stehen in der Region noch weitere Entscheidungen an. Um die Entwicklung der Kommunen nicht zu behindern, sollten Nägel mit Köpfen gemacht werden, drängt der Langenwetzendorfer. Und denkt dabei unter anderen an die Osterburgstadt Weida, die mit den Leubatalorten Hohenölsen, Steinsdorf und Schömberg liebäugelt.

Der Weg zu neuen tragfähigen Strukturen ist noch weit. Auch mit Eingliederungsvertrag für Hain, Lunzig, Neugernsdorf und Wildetaube liegt noch ein langer Gesetzesweg vor uns, wie man in Langenwetzendorf weiß. Die Kühdorfer in unmittelbarer Nachbarschaft haben sich übrigens vor einigen Tagen entschlossen, selbstständig zu bleiben und nicht auf Brautschau zu gehen.

 

Langenwetzendorf, 30.12.2011
Ostthüringer Zeitung
Lokalausgabe Greiz

CDU Deutschlands CDU-Mitgliedernetz Online spenden Deutscher Bundestag
Angela Merkel CDU.TV Newsletter CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
Hermann Gröhe Angela Merkel bei Facebook Hermann Gröhe bei Facebook
© CDU Kreisverband Greiz